Vergleich Kunstwerke Hessler Fux Plagiat 310317

RENNER MORBACH gewinnen Plagiatsprozess

Landgericht Köln verbietet österreichischem Künstler Jürgen Norbert Fux plagiierende Nutzungen von Lichtbildern eines Fotografen.

Ein von RENNER MORBACH vertretener Fotograf musste nicht zum ersten Mal feststellen, dass der bekannte österreichische Künstler Jürgen Norbert Fux Fotografien von ihm unerlaubt für seine weltweit teuer vermarkten Kunstwerke nutzte.

Bereits im Jahre 2015 fiel dem Fotografen zufällig auf, dass Fux ausgerechnet ein Portrait des verstorbenen Vaters des Fotografen als großflächiges Motiv eines Tierhaut-Kunstwerks verwendete. Der österreichische Künstler wurde von RENNER MORBACH diesbezüglich wegen der Urheberrechtsverletzung abgemahnt. Darauf gab Fux eine strafbewehrte Unterlassungsverpflichtungserklärung ab und zahlte dem Fotografen unter anderem Schadensersatz.

Zur erneuten Überraschung des Fotografen musste dieser jedoch etwa ein Jahr später feststellen, dass Fux in den sozialen Netzwerken zwei ihm bekannt vorkommende Kunstwerke zeigte, welche in Österreich und Spanien ausstellt wurden. Die gezeigten Exponate beruhten wieder auf Fotografien des Mandanten von RENNER MORBACH. Diesmal weigerte sich Fux jedoch, auf das erforderliche Abmahnschreiben eine vom Fotografen geforderte Unterlassungserklärung abzugeben. Der bekannte österreichische Künstler argumentierte jetzt über seine österreichischen Rechtsanwälte, er lasse sich von Bildern, die er im Internet finde, inspirieren. Seine Bilder würden jedoch von ihm handgemalt und würden sich unter anderem deshalb von den Werken des Fotografen massiv unterscheiden. Der bekannte Künstler hätte, so die Rechtsanwälte von Fux, keine Urheberrechte des Fotografen verletzt.

Nach der erforderlichen Einleitung von gerichtlichen Schritten durch RENNER MORBACH wurde die Sache der Urheberrechtskammer des Landgerichts Köln  zu Entscheidung vorgelegt. Die Kölner Richter sahen die Sache anders und verurteilten den österreichischen Künstler im Rahmen einer mittlerweile unanfechtbaren einstweiligen Verfügung, es insbesondere unter Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu 250.000,00 EUR zu unterlassen, die hier interessierenden Lichtbilder des Fotografen ohne Erlaubnis zu vervielfältigen und öffentlich zugänglich zu machen (Landgericht Köln, Urteil vom 16.03.2017, Az. 14 O 1/17). Das Gericht machte in dem Urteil deutlich, dass es sich bei der Nutzung der zwei Lichtbilder des Fotografen durch Fux um eine so genannte unfreie Bearbeitungen im Sinne des § 23 UrhG handelte. Denn die beiden verwendeten Originalbilder des Fotografen würden auch die zwei entsprechenden Kunstwerke des Jürgen Norbert Fux prägen. Die unerlaubt von dem österreichischen Künstler verwendeten Lichtbilder wurden von diesem nicht derart weitreichend verändert, dass sie in Bezug auf die Originale unseres Mandanten eine eigene schöpferische Aussagekraft verfügten.

Fazit: Richtigerweise hat das Landgericht Köln festgestellt, dass es sich bei den Kunstwerken des bekannten österreichischen Künstlers Jürgen Norbert um Plagiate der Lichtbilder unseres Mandanten handelt. Denn die hier interessierenden Arbeiten des Herrn Fux sind entgegen der Argumentation von Fux keine selbständigen Werke im Sinne von § 24 UrhG. Wenn durch die Nutzung eines anderen Werks etwas Neues und Eigenständiges entsteht, dann wäre das urheberrechtlich über § 24 UrhG hinzunehmen. Nicht aber, wenn man –wie vorliegend- ein Werk lediglich umgestaltet nutzt und sich damit fremde Werke aneignet. Bei den hier interessierenden Nutzungen durch Fux verblassen die persönlichen Züge der Originalwerke jedoch nicht, wie man auf dem Vorschaubild erkennt. Vielmehr werden die hier interessierenden Kunstwerke des Herrn Fux weiterhin durch die ausdruckstarken Fotoportraits unseres Mandanten beherrscht. Diese Kunstwerke von Jürgen Norbert Fux sind folglich Plagiate.

Als Experten auf dem Gebiet des Urheberrechts beraten und vertreten wir Sie kompetent und erfahren. Kommen Sie diesbezüglich gerne auf uns zu!

RA Burkhard Renner, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, RENNER MORBACH Rechtsanwälte

 

 

 

 

 

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